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Polizeirevier Lehe: Für die Polizisten Uwe Mikloweit (links) und Nadine Newe gehört die Fahrt im Streifenwagen zum Job dazu.
Foto: Is

Verbrecher zur Strecke bringen

JuSchu fragt nach: Was muss man eigentlich mitbringen, um Polizist zu werden? - Bewerbungen bis zum 31. Januar möglich


Von Kristin Herrmann, 18 Jahre, Schülerin des Schulzentrums CvO


Cool ermitteln und dann die Verbrecher schnappen: Fernsehkrimis machen vielen jungen Leuten Lust auf einen Job bei der Polizei. Aber so ohne weiteres kann man nicht auf Jagd nach finsteren Gesellen gehen, es bedarf einer fundierten Ausbildung. Was dafür die Voraussetzungen sind, erfuhr JuSchu-Redaktionsmitglied Kristin in einem Gespräch mit zwei Polizisten.

Im Polizeirevier Lehe warten Nadine Newe (33) und Polizeipressesprecher Uwe Mikloweit (48). Mit dabei haben sie jede Menge Informationen. Dass die Ausbildung den Absolventen einiges abverlagt, sagt Nadine newe ohne Umschweife: "Ob Mann oder Frau, jeder muss am Anfang seiner Polizeilaufbahn hundert Prozent geben, um Vertrauen zu gewinnen."

Um überhaupt erst einmal den Ausbildungsplatz zu bekommen, müssen einige Voraussetzungen erfüllt sein. "Grundsätzlich muss der Bewerber die Fachhochschulreife oder das Abitur haben", so Mikloweit. Zudem dürften die Bewerber das 27. Lebensjahr nicht überschritten haben. "Außerdem muss der Bewerber die deutsche Staatsbürgerschaft haben oder die eines anderen Mitgliedsstaates der Europäischen Union", fügt Mikloweit hinzu. Aber es gebe auch Ausnahmen. Weitere Klippen: Führerschein Klasse B wird verlangt und die körperliche Fitness ist ebenfalls wichtig.


Einstellungsverfahren

"Dann geht es weiter mit dem Einstellungsverfahren", so Nadine Newe. Dieses bestehe aus insgesamt vier Etappen und fordere viel Konzentration von den Kandidaten. Anfangshürde: ein schriftlicher Test, in dem logisches Denken, Deutschkenntnisse und Allgemeinwissen abgefragt werden. "Wenn der geklappt hat, geht es mit dem Sporttest weiter", so Mikloweit. Ob die Bewerber neugierig, interessiert und engagiert sind, wird in Einzel- und Gruppengesprächen abgeklopft. Dann kommt die letzte Hürde, wenn der Arzt der Arzt den Bewerber auf Polizeidiensttauglichkeit durchcheckt.

Wer angenommen wird, den erwartet im gehobenen Dienst ein dreijähriges Studium, das neben der Theorie auch viel Praxis bietet.

Nadine Newe hat diesen Werdegang schon seit einiger Zeit hinter sich. Nach ihrem Abitur 1995 begann sie ihre Ausbildung bei der Polizei in Bremen und beendete diese 1999 erfolgreich. "Von da an hatte ich das Glück, durch häufige Versetzungen und dem Einsatz in verschiedenenArbeitsbereichen wichtige Erfahrungen sammeln zu dürfen." Seit einiger Zeit ist Nadine Newe jetzt Dienstgruppenleiterin der Dienstgruppe 5 im Revier Lehe und leistet neben ihrem Alltagsjob noch Aufklärungsarbeit über die Polizei in den Schulen.

Auch im Umgang mit ihren männlichen Kollegen klappt es hervorragend. "Ich fühle mich mittlerweile gut aufgehoben und akzeptiert", sagt Newe. "Man darf natürlich nicht auf den Mund gefallen sein", schränkt sie augenzwinkernd ein. Einzig und allein auf der Straße müsse man als Frau in diesem Beruf Fingerspitzengefühl beweisen. "Es gibt Situationen, in denen es besser ist, die männlichen Kollegen an den Straftäter herantreten zu lassen", so Newe.

Alles in allem ist Polizistin ihr Traumberuf: "Der Beruf bietet einem unendlich viele Möglichkeiten. Ob Kriminalpolizei, Schutzpolizei oder Mitwirkung in Sondermaßnahmen. Nach den obligatorischen ein bis zwei Jahren Eingewöhnungszeit ist der beruflichen Weiterentwicklung kaum eine Grenze gesetzt."



AUF EINEN BLICK

Was: Ausbildung bei der Ortspolizeibehörde Bremerhaven

Bewerbungsschluss: 31. Januar 2009

Bewerbungsadresse: OPB Bremerhaven, SB 31/Personalangelegenheiten, Stadthaus 6, Hinrich-Schmalfeldt-Straße 31, 27576 Bremerhaven

E-Mail: einstellungen@polizei.bremen.de

Informationen: www.ortspolizeibehörde.de

Bewerbungsa: www.polizei.bremen.de
Beratungsgespräche:
Jörg Eilers, Tel.: (04 71) 9 53 - 13 00, j.eilers@polizei.bremerhaven.de

Quelle: Nordsee-Zeitung; Montag, 12.01.2009

j.eilers@polizei.bremerhaven.de