Fit für die Verbrecherjagd
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Polizeinachwuchs braucht Köpfchen und Ausdauer für den künftigen Beruf - Auszubildende gesucht
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Bremerhaven (Redaktionsmitglied Stefan Stöckmann).
Sportlich, intelligent und zur Stelle, wenn die Gerechtigkeit ruft -
Nein, dies ist kein Auszug aus dem Lebenslauf der Comicfigur Superman,
sondern beschreibt schlicht die Eigenschaften, die Bewerber um einen
Ausbildungsplatz zum Polizeikommissar mitbringen sollten.
Katharina
Wischnewski bringt all diese Eigenschaften mit. Am 1. Oktober hat sie
ihre Ausbildung begonnen. "Die findet überwiegend in Bremen statt",
erklärt die 21-Jährige. Sowohl der theoretische Teil an der Hochschule,
als auch der praktische Teil. Lediglich zwei Praktika fänden in
Bremerhaven statt. Nach der Ausbildung geht es für die gebürtige
Bremerhavenerin aber zurück in ihre Heimatstadt, wo sie dann auch
bleiben wird. Eine entscheidung, die sie ganz bewusst gefällt hat. Denn
hie kenne sie einfach jede Ecke, was für die sehr wichtig sei. "Wo man
hinkommt, wird vor der Ausbildung festgelegt", sagt sie. Von ihrem 78
Mann starken Jahrgang werden insgesamt 13 ihren Dienst in der Seestadt
antreten.
Durch Bekannte sei die auf den Beruf aufmerksam geworden, erzählt
sie weiter. Nach ausgiebiger Recherche im Internet stand für sie fest,
dass dies genau das Richtige für sie ist. Doch bis zum
Vorstellungsgespräch hatte sie noch viel Arbeit vor sich.
Der Einstellungstest gliedert sich in zwei Teile: Am ersten Tag
stehen ein schriftlicher Intelligenzstrukturtest und Sport auf dem
Programm. Für den schriftlichen Teil empfiehlt Katharina allen
zukünftigen Bewerbern das Buch "Testtraining Polizei und Feuerwehr".
"Das hat mir wirklich geholfen. Da bekommt man einen guten Eindruck,
was auf einen zukommen wird", rät sie. So müsse man beispielsweise
Zahlenreihen vervollständigen oder Rechtschreibefehler in einem Text
entdecken.
Vier Mal die Woche joggen
Musste Katharina für diesen Teil des Auswahlverfahrens noch
ordentlich büffeln, hatte sie mit dem sportlichen Teil gar keine
Probleme. Hochsprung, Sprinten und ein Hindernisparcour stehen hier auf
dem Programm. Die Bewerber müssen bei jeder Übung eine bestimmte Zeit,
Höhe oder Punktzahl erreichen.
"Wenn ich nicht so schmächtig gewesen wäre, hätte als Vorbereitung
einfach gereicht, wenn ich vier Mal die Woche jogge gegangen wäre",
erzählt die 1,64 Meter große Auszubildende. So hätte sie noch
zusätzlich ins Fitnessstudio gehen müssen, um ihre Muskeln aufzubauen.
Doch der Teil, bei dem man die meisten Punkte sammeln könne, folgt am
zweiten Tag: Das Vorstellungsgespräch. "Hier ist es wichtig, dass man
selbstbewusst, und vor allem natürlich auftritt. Man darf sich auf
keinen Fall verstellen" rät Katharina. In den nächsten drei Jahren
stehen für Katharina nun Schießtraining, Marschieren, aber auch viele
"trockene" Fächer wie Verkehrs- oder Strafrecht auf dem Stundenplan.
Zum 1. Oktober 2009 sucht die Polizei Bremerhaven 13 neue
Auszubildende, die im besten Fall wie Katharina auch aus der Region
kommen. Informationen unter www.polizei.bremerhaven.de/bewerben.
AUF EINEN BLICK
Ausbildungsdauer: 3 Jahre
Schulabschluss: Abitur
Verdienst (1. Lehrjahr): 850 Euro
Weitere Voraussetzungen: Führerschein der Klasse B
Informationen: 04 71 / 9 53 13 00
Quelle: Nordsee-Zeitung; Sonnabend, 25.10.2008